Ein praxisnaher Vergleich

Wählen Sie einen Smartphone-Würfel, einen breiteren Würfel oder ein Tischmodell mit Tastatur

Mit dem PT-P300BT, PT-P710BT und PT-D610BT lassen sich zwar TZe-Etiketten mit einer Breite von Brother drucken, doch die Geräte lösen unterschiedliche Anforderungen an Eingabe und Ausgabe. Die ersten beiden setzen auf Apps; die Druckfläche bleibt frei von Tasten und Display. Der P300BT ist der kleine, 12 mm-Smartphone-Drucker; der P710BT bietet breiteres Band, Gestaltung am Computer über USB, einen wiederaufladbaren Akku und einen automatischen Schneider. Der D610BT ist das Tischmodell mit Tastatur, Farbdisplay und eigener Bedienung. Vergleichen Sie zuerst, wie Sie Etiketten gestalten möchten, und erst danach die Geräteform.

PT-P300BT: Smartphone zuerst, bewusst schmal

Der PT-P300BT eignet sich für einen überschaubaren Einsatz zu Hause: Erstellen Sie einige Namens-, Vorratskammer- oder Schulbedarfsetiketten in einer Smartphone-App und drucken Sie dann über Bluetooth. Das Gerät hat weder Display noch Tastatur. Die US-Anleitung von Brother unterstützt TZe-Breiten von 3.5, 6, 9 und 12 mm, eine maximale Druckhöhe von 9 mm und zweizeiligen Druck. Zum Lieferumfang gehören ein Netzteil und ein 12 mm-Starterband in Schwarz auf Weiß; sechs AAA-Batterien können alternativ für den kabellosen Betrieb verwendet werden, sind aber nicht enthalten.

Das reicht für kurze Wörter und kompakte zweizeilige Etiketten, nicht aber für breite Regalkantenbeschriftungen. Der P300 hat einen manuellen Schneidhebel, sodass mehrere einzelne Streifen von Hand abgetrennt werden müssen. Wenn immer ein Smartphone zur Hand ist und die Begrenzung auf 12 mm kein Problem darstellt, hält dieser kompakte Würfel die Aufgabe einfach. Wenn die Bearbeitung ohne Smartphone oder der Druck von einem Desktop-Computer wichtig ist, wählen Sie ein anderes Modell. Gehen Sie nicht davon aus, dass der Bluetooth-Drucker einen über USB gestalteten Druckauftrag annehmen kann.

PT-P710BT: breiteres Band ohne Tastatur

Der PT-P710BT behält die Bedienung per App ohne Tastatur bei, bietet aber mehr Spielraum: In Brothers Benutzerhandbuch sind TZe-Größen bis 24 mm aufgeführt, und die Broschüre nennt eine Druckhöhe von 18 mm. Sie können Inhalte in den mobilen Apps von Brother über Bluetooth gestalten oder P-touch Editor unter Windows oder Mac mit dem mitgelieferten USB-Kabel verwenden. Das bedeutet nicht, dass Computerdruck über WLAN oder Bluetooth möglich ist: Laut Handbuch von Brother erfolgt die Computerverbindung ausschließlich über USB; WLAN wird nicht unterstützt.

Der automatische Schneider, der wiederaufladbare Li-Ionen-Akku und das würfelförmige Gehäuse sind praktisch, wenn ein Gerät zwischen Smartphone-Aufgaben im Raum und Druckserien am Computer wechselt. Das Starterpaket enthält zwei 24 mm-Bänder. Der Akku muss jedoch geladen und sachgerecht gelagert werden; ein USB-Netzadapter ist nicht enthalten. Auf der aktuellen Seite von Brother finden sich stellenweise Angaben zum größeren CUBE XP. Verwenden Sie zur Überprüfung der 24 mm-Begrenzung das Handbuch P710BT, statt sie mit einem 36 mm-Gerät zu verwechseln.

PT-D610BT: Tastatur, Display und Bedienung am Tisch

Der PT-D610BT ist die Alternative, wenn die lokale Eingabe wichtiger ist als ein Gerät mit schlichter Smartphone-Druckeroberfläche. Er verfügt über eine integrierte QWERTY-Tastatur und einen Vollfarbbildschirm sowie App- und Computerverbindungen. Die TZe-Kassettenreihe reicht bis 24 mm, und das Gerät hat einen automatischen Schneider. Zum aktuellen Lieferumfang gehören ein Netzteil und ein USB-Kabel; alternativ kann das Gerät mit sechs AA-Alkalibatterien betrieben werden. Das reduziert den Planungsaufwand für Batterien an einem festen Arbeitsplatz und ermöglicht die Nutzung ohne Smartphone-App, allerdings benötigt das größere Modell mit Tastatur mehr Platz auf der Arbeitsfläche.

Wählen Sie den D610 nicht einfach, weil er „mehr“ Funktionen hat. Wer gern auf einer Tastatur tippt oder einen gemeinsamen Lagerraum nutzt, schätzt vielleicht die lokale Eingabe und eine sichtbare Vorschau; wer wenige Etiketten über ein bereits vorhandenes Smartphone eingibt, bevorzugt womöglich den einfacheren App-Ablauf des leichteren P710. Für einen festen, netzbetriebenen Arbeitsplatz kann der Adapter des D610 praktischer sein, während jemand, der zwischen Räumen wechselt, den wiederaufladbaren Akku des P710 schätzen kann. Das sind unterschiedliche Arbeitsweisen, keine allgemeingültige Qualitätsrangfolge.

Drei Fragen, die bei der Entscheidung helfen

  • Wo werden die Texte gestaltet? Für Smartphone-Aufträge sind beim PT-P300BT und PT-P710BT mobile Apps erforderlich. Der P710 ergänzt die Gestaltung am Computer über USB. Der PT-D610BT bietet zusätzlich eine echte Tastatur und ein Display sowie Verbindungen zu anderen Geräten.
  • Wie breit muss das tatsächliche Etikett sein? Beim P300 ist bei 12 mm Schluss. P710 und D610 reichen bis 24 mm. Berücksichtigen Sie die benötigte Druckhöhe und Bandbreite gemeinsam; die Kompatibilität mit breiteren Kassetten garantiert nicht bei jeder Schriftgröße dieselbe Zeilenanzahl.
  • Wer trennt das Band ab? Beim P300 erfolgt der Schnitt über einen manuellen Hebel. P710 und D610 haben automatische Schneider. Keine der beiden Funktionen beseitigt die Vorschubränder; auch bei wiederholten Etiketten sind Kettendruck- oder Randeinstellungen wichtig.

Prüfen Sie außerdem die Stromversorgung des Geräts und den Lieferumfang des konkreten Kartons. Das Basispaket des P300 enthält ein Netzteil und eine kurze Starterkassette; zum P710 gehören sein Li-Ionen-Akku und zwei 24 mm-Bänder, jedoch kein USB-Netzadapter; das Basispaket des D610 enthält das Netzteil und ein 24 mm-Musterband in Schwarz auf Weiß. Der Lieferumfang kann je nach tatsächlicher SKU, Farbe, Gehäuseausführung oder generalüberholtem Zustand variieren. Lesen Sie den Testbericht zum genauen Modell und prüfen Sie den Lieferumfang beim Händler, bevor Sie eine ähnliche Produktnummer als austauschbar ansehen.

Lesen Sie die separate PT-P300BT-Testbericht, PT-P710BT-Testbericht und PT-D610BT-Testbericht für Details zu Kassetten, Software und Stromversorgung. Für den mobilen Einsatz ist das schmale P300 ein Etikettendrucker fürs Smartphone, der P710 ein wiederaufladbarer Smartphone-/USB-Würfeldrucker und der D610 ein vernetzter Desktopdrucker mit Bedienelementen am Gerät.

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